Ballooning Ball®Knut, 33, Programmierer

Als Programmierer sitze ich ein bisschen zu viel herum und leide unter Bewegungsmangel. Ich habe in einer Zeitung gelesen, dass man ab dem 30sten Lebensjahr im Durchschnitt 1 Kilo pro Jahr zunimmt. Das kann ich leider bestätigen. Daraufhin habe ich den immer wieder verschobenen und notwendigen Entschluss gefasst, endlich etwas dagegen zu tun.

Auf eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio habe ich keine richtige Lust gehabt, weil ich eh nicht genug Zeit dazu habe und ich meine mangelnde Disziplin gut kenne. Große Fitnessgeräte will ich auch nicht zuhause rumstehen haben. Etwas einfaches musste her, was mich nicht schon beim Anblick abschreckt. Eigentlich wollte ich mir einen dieser so häufig beworbenen Bauchtrainer bei einem Teleshopping Sender kaufen, aber die Beraterin im Sportgeschäft hat mir gesagt, dass ich doch lieber ein Gerät nehmen sollte, dass alle Muskeln beansprucht und besonders meine Haltungsschwächen ausgleichen kann.

Sie gab mir den Ratschlag einen sogenannten Ballooning Ball zu kaufen, der meinen Ansprüchen voll und ganz entsprechen würde. Sie selbst benutze ihn auch seit kurzem und deshalb würde sie immer wissen was gut ist. Sie zeigte mir auch gleich ein paar Grundübungen. Ich war sehr überrascht über diese Wackelei, die meinen Körper durchzuckte. Genau das sei es was das Training so effektiv macht - sagte sie.

Ich fragte Sie ob es vielleicht auch möglich sei irgendwelche Luftballons dafür zu benutzen, worauf sie mir die Frage stellte, wie es wohl sein würde wenn einem so ein Ballon plötzlich platzt, während man sein Gewicht darauf stützt und gerade in höchster muskulärer Anspannung ist. Diese Vorstellung war natürlich nicht besonders reizvoll. Ob der Ballooning Ball denn nicht platzen würde? Sie erklärte mir am Objekt selbst, dass das Material wesentlich dicker sei und das sah und fühlte man auch deutlich. Meine Bedenken waren verflogen und ich kaufte das Ding für gute 19€. Dabei lag noch eine Trainingsanleitung mit Übungen.

Zurück im Büro zeigte ich meinen Kolleginnen und Kollegen meine neueste Errungenschaft. Die Leute wollten natürlich zu gerne sehen, wie ich jetzt den Kasper mache und rumhampel. Da waren sie ziemlich überrascht, dass diese Übungen sogar ziemlich stilvoll aussahen und sehr langsam und dezent waren - obwohl ich ja noch gar keine Erfahrung hatte außer in den paar Minuten mit der Verkäuferin. Das war der erste Pluspunkt.

Ich habe mir jetzt angewöhnt alle 2 Stunden eine Arbeitsunterbrechung zu machen und 5 Minuten dieser Übungen zu machen. Mein Chef unterstützt das sogar und hat es mir offiziell erlaubt. Während meiner normalen Programmierarbeit am Schreibtisch habe ich den Ballooning Ball unter dem Schreibtisch liegen und versuche mit meinen Zehen danach zu greifen und ihn rumzuheben um meine Durchblutung der Füße zu erhöhen. Es hilft mir komischerweise bei der Konzentration und ich fühl mich gut. In meinen 5 Minuten Übungen mache ich dann meistens die Übungen bei denen man auf dem Rücken liegt und die Füße auf dem Ballooning Ball balanciert. Dabei habe ich gemerkt, warum die Form des Geräts nicht wie ein normaler Ball ist sondern eher kapselförmig: bei der Kapselform kann man sehr schön seine Füße abstützen ohne sie zu verrenken.

Meine leichten Rückenschmerzen, die ich seit Jahren spüre sind durch das Training vollkommen weg. Ich haben den aufrechten Gang für mich wiederentdeckt. Ich gerate zwar bei diesen Übungen nicht ins Schwitzen (wobei ich das auch gar nicht will - ehrlich gesagt), aber irgendwie passiert es, dass ich Woche für Woche meinen Babyspeck verliere. Es liegt wohl am neuen Körperbewusstsein, das sich eingestellt hat. Die regelmäßige Bewegung hat mir früher immer gefehlt. Der Ballooning Ball hat mir den Spaß am Training gegeben, den ich sonst noch nie hatte. Dafür gibt es einen dicken 2ten Pluspunkt.

Was mir allerdings nicht so gut gefallen hatte war das Aufpumpen des Balls. Nachdem mir die Verkäuferin den Ball bereits aufgepumpt gegeben hatte, hielt die Luft den Ball noch ca. 3 Wochen in einem hervorragend aufgepumpten Zustand. Danach war mir der Ballooning Ball dann etwas zu lasch und ich wollte ihne wieder aufpumpen. Als ich den dicken Ventilstöpsel dann herausgezogen hatte entwich die gesamte Luft. Das Aufpusten war dann komplizierter als erwartet, weil ich leider keine Pumpe hatte. Ich musste also mit dem Mund aufpusten - gottseidank hat die Oberfläche keinen Geschmack ;-) Als ich dann den Stöpsel wieder reinstecken wollte, entwich mir zu viel Luft. Ich bevorzuge halt einen extrem aufgepumpten Ball, obwohl Kolleginnen meinen, mit weniger Luft sei es noch besser. Nun gut - an alle, die wissen wollen wie es geht: 1. Aufpusten bis man mehr Luft drin hat als man haben möchte. 2. Finger auf das Reinpustloch (soweit noch simpel) 3. Jetzt kommt der Trick - man muss sich genau merken an welcher Position das Loch ist, damit man den Ventilstöpsel blitzschnell und zielgenau reindrücken kann, wenn man den Finger vom Loch zieht. Wenn man es einmal verstanden hat, dann sitzt das Ding in Millisekunden! Je extremer der Ball aufgepumpt sein soll, desto weniger Zeit hat man für diesen Ablauf. Es wäre toll, wenn das noch einfacher gehen könnte. Beim Hersteller habe ich nachgefragt und die Auskunft bekommen, dass es in der Mache sei.

Mein persönliches Fazit:

Der Ballooning Ball ist absolut empfehlenswert für Leute, die einfach nur ein Maximum an Effektivität bei begrenztem Aufwand haben wollen. Für den Arbeitsplatz kann ich mir nichts besseres vorstellen, weil es ein besonders unauffälliges und leicht einsetzbares Trainingsgerät ist. Vor allen Dingen fühlt man sich nicht dämlich beim Üben, wenn andere mal vorbeischauen. Das einzige Mal wo ich mich dämlich gefühlt habe war, als ich Dussel nicht gerafft habe, das blöde Ventil in das Loch zu stecken und immer daneben traf. :-D Ich denke, dass ich jetzt pro Jahr locker 1 Kilo verliere anstatt 1 Kilo zuzunehmen - trotz gelegentlicher Pizza.

ErfahrungsberichteErfahrungen

Die folgenden Erfahrungsberichte geben die Meinung von Benutzern über den Ballooning Ball wieder: